Kurti holt Vorständetitel nach Flöha

Yes!!! Nachdem es zum Deutschlandpokal am Samstag nicht rund für mich lief, konnte ich mich im nordrhein-westfälischen Olsberg am Sonntag, den 30. August, mit 4322 Punkten aus drei Serien an die Spitze von 120 Startern zur Endrunde des deutschen Vorständeturniers setzen. Ausschlaggebend war dabei vor allem die zweite Serie, die mit 18:0 und 6 Gegenspielen (1888 Punkte) außerordentlich gut lief und mich damit direkt an Tisch 1 Platz 2 katapultierte. Somit konnte ich mich in der dritten Serie darauf konzentrieren, möglichst die eigene 0 zu halten und den direkten Konkurrenten das eine oder andere Spiel abzunehmen. Von den Tischen 2 und 3 kam tatsächlich teils heftige Gegenwehr, aber ich konnte den Sicherheitsabstand die ganze Zeit halten und schlussendlich sogar das 48. Spiel mit 2 Alten, Karobuben, Kreuz König im Dritt und einem Seitenass einpassen, weil ich praktisch durch war. Es wäre für den Notfall also noch etwas Reserve im Tank gewesen.

Entscheidungsspiel Mitte der dritten Serie

Jeder kennt es: Manchmal hast du das Gefühl, dass sich mit dem nächsten Spiel entscheiden wird, wohin die Reise am heutigen Skattag geht. So kam es bei mir in Spiel 20 der dritten Serie. Ich bin Mittelhand und bekomme Herzbuben und 4 hohle Asse. Ich sage 18, beide passen und es liegt ausgesprochen schlecht drin, sodass ich nun Herzbube, Ass Lusche, Ass Lusche Lusche, Ass Dame Lusche und Ass Dame Lusche halte. Tja, was nun? Da die 4-Trumpf-Varianten allesamt nicht schön sind und viel zu viele Baustellen beinhalten, entschied ich mich kurzerhand für den riskanten Grand, bei dem ich aus eigener Kraft mit 6 gelegten Augen lediglich auf 53 komme. Ich dachte mir aber, wenn du heut gewinnen willst, muss halt mal eine 10 blank kommen, nützt ja nix. Also Augen zu und durch wie ein Mann – Grand! Alles ging rum und es kamen sogar zwei 10er blank, so ist das halt manchmal. Ich wusste, wenn ich jetzt das Ding überstanden habe, dann sieht es gut aus mit dem Titel heute – und es hat geklappt.

Am Ende war ich natürlich sehr froh und stolz, nach 8 Jahren Abstinenz mal wieder einen nationalen Titel geholt zu haben. Die vierstündige Heimreise war dann auch gar nicht mehr so schlimm :-).

V.l.n.r.: Jürgen Hänsler (2.), Kurt Drechsel (1.), Benjamin Stollberg (3.)
Kurti gewinnt das Vorständeturnier in Olsberg